"Motivation gewinnt man am besten aus sich selbst heraus." 

(Robert Franz Hartlauer)

 

§Tabu-Thema ERBEN §  

 

Das Thema "Erben" ist wohl in fast allen deutschen Familien ein Tabu-Thema. Frei nach dem Motto: Hat ja Zeit bis es soweit ist. Aber genau das ist falsch. Zu Lebzeiten sollte ein jeder sich um ein rechtsgültiges Testament kümmern, um so spätere Erbstreitereien seinen Hinterbliebenen zu ersparen.

Auch ist ein Testament nicht nur etwas für die ältere Generation. Durch einen Autounfall - beispielsweise - kann ein jeder plötzlich aus dem Leben gerissen werden. Und dann?

Liegt kein Testament vor, kann es passieren, dass alles an den Staat geht. Oder an Personen, die zu Lebzeiten nicht zur Debatte standen....

 

Genießen Sie Ihr Leben in vollen Zügen. Doch kontrollieren Sie regelmäßig Ihr Testament - wie Ihre Kontoauszüge und den Ölstand Ihres Autos. 

 

Was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr bin?

 

  • Wissen Sie, wie man richtig vererbt?
  • Was muss beim Erben beachtet werden?
  • Wann sollte ich ein Erbe ausschlagen?
  • Wie sieht das deutsche Erbrecht vor?
  • Können auch Tiere erben?
  • Spalten ungleich verteilte Erbschaften unsere Gesellschaft?
  • Und ist es gerecht, dass die Allgemeinheit von der großen Erbwelle kaum profitiert?

Diese Fragen bewegen derzeit Feuilleton und Boulevard gleichermaßen.  

 

Mit ihrem Buch "Wir Erben", hat die Journalistin Julia Friedrichs eine breite Debatte angestoßen. Das wundert nicht. Noch nie wurden in Deutschland so viele Vermögenswerte an die nächste Generation weitergegeben wie in diesem Jahrzehnt: 2,6 Billionen Euro werden es bis 2020 insgesamt sein, gut 250 Milliarden Euro Jahr für Jahr. Dass das Tabuthema Erben damit in den Blick der Öffentlichkeit gerückt ist, begrüßen wir.



Testament: Darf ein Helfer beim Schreiben unterstützen?

    

Erbrecht

Wer sein Testament ohne die Hilfe eines Notars aufsetzt, muss es eigenhändig per Hand niederschreiben und unterschreiben – ohne dass eine andere Person zu viel Einfluss nimmt. Führt ein Helfer einem geschwächten Verfasser beim Schreiben die Hand, ist das Testament unter Umständen ungültig. Dies hat nach Informationen der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice) das Oberlandesgericht Hamm entschieden. 

OLG Hamm, Az. I-15 W 231/12

     

 

     

Hintergrundinformation:

Ein eigenhändiges Testament muss der Verfasser – wie der Name sagt – komplett per Hand selbst schreiben und unterschreiben. Unterschreibt er es nur, nachdem es eine andere Person geschrieben hat, ist es ungültig. Dies gilt auch für ein per Computer geschriebenes und ausgedrucktes Testament mit eigenhändiger Unterschrift. Wer nicht mehr in der Lage ist, selbst seinen letzten Willen zu Papier zu bringen, muss einen Notar bemühen. Der Fall: Das Oberlandesgericht Hamm befasste sich mit einem Fall, in dem es um das Testament eines 71-Jährigen ging. Dieser war beim Verfassen des Dokuments so geschwächt gewesen, dass ihm eine andere Person half – und ihm die Hand führte. Das Nachlassgericht weigerte sich daraufhin, den im Testament benannten Erbinnen einen Erbschein auszustellen. Denn durch die Schreibhilfe sei das Testament unwirksam. Das Urteil: Nach Mitteilung des D.A.S. Leistungsservice entschied das Oberlandesgericht, dass das Testament tatsächlich ungültig sei. Ein wirksames eigenhändiges Testament erfordere eine „unbeeinflusste Schreibleistung" des Erblassers. Von Eigenhändigkeit könne nicht mehr die Rede sein, wenn eine andere Person dem Erblasser die Hand führe und dadurch seine Schriftzüge beeinflusse. Zwar sei eine unterstützende Schreibhilfe, wie etwa ein Abstützen des Arms, noch zulässig. Der Erblasser müsse aber selbst die Schriftzeichen formen. Ob das Testament eigenhändig vom Erblasser geschrieben worden sei, müssten im Zweifelsfall die Personen beweisen, die einen Erbschein beantragten. Dieser Beweis sei hier nicht gelungen. Denn der Zeuge – und gleichzeitig Schreibhelfer – habe eingeräumt, womöglich stärkeren Einfluss auf die Schreibleistung genommen zu haben. Es habe auch Unstimmigkeiten im Schriftbild gegeben. Ein Schriftvergleich zeige Ähnlichkeiten mit der Handschrift des Zeugen. Das Gericht war hier nicht überzeugt, dass das Testament wirklich den letzten Willen des Erblassers widerspiegelte.

Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 2.10.2012, Az. I-15 W 231/12

 

Unsere Buch-Vorschläge zum Thema ERBEN: 

 

Drei Billionen Euro werden in den nächsten zehn Jahren ihren Besitzer wechseln. Die Nachkriegsgeneration, in der alten Bundesrepublik zu Wohlstand gelangt, wird ihr Vermögen nun weitergeben. Julia Friedrichs hat sie getroffen: Erben und Erblasser. Was diese gewaltige Erbwelle für unsere Gesellschaft bedeutet, schildert sie anhand zahlreicher Begegnungen. Sie leben mitten unter uns und doch im Verborgenen. Wir kennen sie, und doch wissen wir nichts von ihnen. Julia Friedrichs begibt sich in eine nahezu unsichtbare Parallelgesellschaft und erzählt die Geschichten von Menschen, deren Leben durch ein Erbe bestimmt wird. Wie lebt man, wenn man schon durch den Namen als Spross einer Dynastie zu erkennen ist – als Neckermann, Mohn oder Grupp? Was bewegt einen Patriarchen, seine Kinder zu enterben, und wie entsteht die Versuchung, für ein Erbe zu töten?

Die Autorin zeichnet ein sensibles Psychogramm Deutschlands. Sie entdeckt ein Land, das wie kaum ein anderes Erbe begünstigt und Arbeit belastet. Warum gibt es kaum Debatten um diese Ungleichheit? Und was bedeutet es für eine Gesellschaft, wenn vor allem der ein sorgenfreies Leben führt, der in die richtige Familie hineingeboren wird, und nicht der, der Engagement und Ideen einsetzt?  

Auf der Suche nach Antworten gelingt der Autorin ein ebenso lebendiges wie vielschichtiges Porträt der Menschen, die Deutschland künftig prägen werden.

 

Autor: Julia Friedrichs

Titel: Wir erben / Was Geld mit Menschen macht

Verlag: Berlin Verlag

320 Seiten, gebundene Ausgabe

Preis: 19,99 Euro, ISBN: 978-3-8270-1209-8

 

 

 

Konfliktfrei vererben 

Der Erbfall ist oft ein Auslöser für schwere Familienkonflikte. Dies muss jedoch nicht so sein, denn der Erbprozess kann auch im Guten gestaltet werden. Dieser Ratgeber gibt Hilfestellungen und Anregungen, Konfliktquellen für spätere Erbstreitigkeiten rechtzeitig zu erkennen und durch eine bewusste Erbgestaltung zu verhindern. Der gute Erbfall ist möglich! Im Erbprozess sind die Motive und Wünsche des Erblassers, aber auch die Anliegen und Bedürfnisse der zukünftigen Erben entscheidend. Vererben bedeutet Verantwortung. Die inhaltliche Festlegung des Testaments muss über juristische und steuerliche Aspekte hinausgehen. Das vorliegende Buch beleuchtet relevante psychologische Faktoren, die für eine umsichtige Erbgestaltung berücksichtigt werden müssen, wenn der Erbfall konfliktfrei gestaltet werden soll. Hierzu gehören typische Motive beim Vererben, wie Gerechtigkeit oder Macht. Thematisiert werden auch eigene Ängste und wie man den subjektiven Wert von Erbobjekten mit einbeziehen kann. Aufgaben und Checklisten helfen dabei, die beschriebenen Inhalte umzusetzen, Hinweise zur Gesprächsgestaltung erleichtern es, dieses Tabuthema bei den betroffenen Angehörigen anzusprechen. Der Ratgeber vermittelt so Strategien, um die Regelung des eigenen Nachlasses optimistisch in die Hand zu nehmen.

 

Autoren: Kai J. Jonas, Hubertus A. Jonas

Titel: Konfliktfrei vererben / Ein Ratgeber für eine veranwortungsbewusste Erbgestaltung

Verlag: Hogrefe

108 Seiten, Broschiert

Preis: 16,95 Euro, ISBN: 978-3-30817-2399-6  

 

 

Wie Erben Geld und Nerven sparen

Erfreut nehmen Erben die Nachricht vom ihnen zustehenden Nachlass auf, nur um festzustellen, dass das an sich positive Ereignis mit ärgerlichen Konsequenzen verbunden ist: unklare Testamente, zahlreiche Miterben oder komplizierte Familienkonstellationen. Es gibt viele Gründe, warum es zum Streit ums Erbe kommt. Die Fachanwälte Ludger Bornewasser und Bernhard F. Klinger beschreiben anhand realer Beispiele typische Konflikte und zeigen, welche Auswirkungen diese auf den Nachlass und die Angehörigen haben und wie man sie vermeiden kann. Hinweise zur Erstellung eines Testaments und Informationen über Pflichtteil, Vermächtnis oder Erbschaftsteuer machen das Buch zu einem Ratgeber für jene, die Streit unter ihnen nahestehenden Menschen vermeiden möchten.

 

Autoren: RA Ludger Bornewasser, RA Bernhard F. Klinger

Titel: Der Streit ums Erbe / Wie Sie Ihre Interessen wahren und Konflikte vermeiden / Spannende Fälle aus der Praxis zeigen, worauf es ankommt

Verlag: Linde Verlag

168 Seiten, kartoniert

Preis: 9,90 Euro, ISBN: 978-3-7093-0328-3

 

 

Vermögen schenken und dabei Steuern sparen 

Angehörige unterstützen, Steuern sparen, Erbschaftsstreitigkeiten vermeiden, gemeinnützige Projekte umsetzen und sich selbst handfeste Vorteile in Form von Vorsorge und Pflegeleistungen sichern all dies kann durch eine Schenkung realisiert werden. Schenken statt vererben erläutert die rechtlichen und steuerlichen Aspekte der vorweggenommenen Erbfolge und zeigt anhand zahlreicher Fallbeispiele und praxiserprobter Musterformulierungen, wie die Möglichkeiten der Schenkung optimal genützt werden können.

 

Autoren: Ludger Bornewasser, Hans-Oskar Jülicher, Bernhard F. Klinger, Andreas Wolff 

Zu den Autoren: Die Autoren sind Fachanwälte für Erbrecht, testierte Testamentsvollstrecker und Fachbuchautoren.

Titel: Schenken statt vererben / So übertragen Sie Ihr Vermögen steuerschonend und sichern sich fürs Alter ab

Verlag: Linde Verlag

160 Seiten, kartoniert

Preis: 9,90 Euro, ISBN: 978-3-7093-0525-6

 

 

Erben, vererben und vermachen 

In Deutschland werden jährlich Milliardenwerte vererbt. Wer kein Testament macht, lässt seine Erben oft mit einer Fülle von Problemen allein. Rechtzeitig zu regeln, in welcher Weise das Vermögen auf die Erben übergehen soll, hilft nicht nur Streit zu vermeiden, sondern kann die Erben auch vor unnötig hoher Steuer last schützen.
Von der gesetzlichen Erbfolge über das Testament und den Erbvertrag bis hin zu Erbengemeinschaften führen die Autorinnen Schritt für Schritt durch alle geltenden Regelungen. Anhand vieler Beispiele und Checklisten erläutern sie das richtige Vorgehen, aber auch Stolperfallen im Bereich des Erbrechts.

 

 

Autoren: Sigrid Born, Nicole Würth

Titel: Erben, vererben und vermachen

Verlag: Linde Verlag

160 Seiten, kartoniert

Preis: 9,90 Euro, ISBN: 978-3703-0486-0  

 

 

Erbschleicherei: Altes Drama - neues Unrecht 

Schon die alten Dramatiker beschrieben sie – die Erbschleicherei. Falsche Freunde wie Molières Tartüff sind heute keine Einzelfälle, sondern in Sekten, unter Beratern und sogar unter Hausangestellten zu finden. Shakespeare stellte in König Lear eindrücklich dar, wie König Lears soziale Demenz die Erbschleicherei begünstigt. Ein systematisches Geschäft mit der Erotik betreibt die verführerische Valérie Marneffe in Honoré de Balzacs Roman „Base Lisbeth“. Die wahre Geschichte der Geschwister K handelt von grotesken juristischen Situationen, die an Franz Kafkas Romane erinnern. In Gerhart Hauptmanns Drama „Vor Sonnenuntergang“ geht es um eine ehrliche Liebe zwischen einem älteren Mann und einer jungen Frau und den Konflikt mit seiner Familie. Und zum Abschluss zeigt Thomas Manns Roman, wie man ein Familienunternehmen hundert Jahre lang erfolgreich führt.  Die Autorin analysiert, wie die alten Dramen heute juristisch zu beurteilen wären und wie man sich gegen Erbschleicherei wehren kann. Das aktuelle Recht schützt angestammte Erben und sogar die Erblasser selber nur mangelhaft. Deshalb müssen Erblasser und ihre Familien selber aktiv werden und rechtzeitig klare Regelungen treffen.  

 

Autorin: Regula Heinzelmann

Titel: Erbschleicherei: Altes Drama - neues Unrecht / Literaische Beispiele und heutiges Recht 

Verlag: Shaker media

180 Seiten, Broschiert

Preis: 18,90 Euro, ISBN: 978-3-86858-943-6  

 

 

 

 

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