Schutz vor Killerkeimen in Krankenhäusern

Chirurgen empfehlen Fragebögen und Hygieneregeln für Patienten

 

München – Das wirksamste Mittel gegen gefährliche Krankhausinfektionen ist die Vorbeugung. Sie muss schon vor der Aufnahme in die Klinik beginnen, fordert die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH). Patienten sollten vor jeder medizinischen Behandlung einen Fragebogen ausfüllen, der Aufschluss über ihr Infektionsrisiko gibt und einem Test auf multiresistente Erreger vorgeschaltet ist. Zugleich sollten Patienten über die Grundregeln der Hygiene aufgeklärt werden. Welche konkreten Maßnahmen Chirurgen empfehlen, um Patienten sowie deren Angehörige vor den gefährlichen Infektionen zu schützen, erläuterten Experten auf einer Vorab-Pressekonferenz der DGCH anlässlich des 132. Chirurgenkongresses am 22. April 2015 in München.

 

Zwischen 400.000 und 600.000 Personen erkranken jedes Jahr an einer Infektion, die sie im Krankenhaus erwerben. Diese so genannten nosokomialen Infektionen (NI) fordern jährlich bis zu 15.000 Todesopfer. Besonders gefährdet sind immungeschwächte Personen. Große Sorgen bereitet Experten dabei die steigende Zahl multiresistenter Erreger (MRE), die auf kein Antibiotikum mehr reagieren. „Wir haben praktisch keine Waffe gegen solche Keime in der Hand“, betont Professor Dr. med. Peter M. Vogt, Präsident der DGCH.

 

Die Verbreitung der Killerbakterien muss daher gestoppt werden, darin sind sich Politiker und Mediziner einig. „Wir unterstützen den Zehn-Punkte-Plan des Bundesgesundheitsministeriums zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen und Antibiotika-Resistenzen“, erläutert Professor Dr. med. Claus-Dieter Heidecke, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) und Direktor der chirurgischen Klinik an der Universitätsmedizin in Greifswald. „Darüber hinaus sehen wir weitere Möglichkeiten, unsere Patienten zu schützen.“

 

So empfehlen die Chirurgen, die Vorgeschichte der Patienten bezüglich ihrer Infektionsgefahr vor der Aufnahme ins Krankenhaus abzuklären. Ein Fragebogen, wie ihn die chirurgische Klinik in Greifswald bereits verwendet, kann wichtige Informationen etwa über frühere Behandlungen, Auslands- oder Krankenhausaufenthalte liefern. „Liegen Risikofaktoren vor, folgt ein Test auf MRE“, so Heidecke. Ist ein Patient Träger multiresistenter Bakterien, wird die Operation verschoben. Lässt sich der Eingriff nicht aufschieben, müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden. „Eine Isolation von anderen Patienten ist ebenso sinnvoll wie eine antiseptische Ganzkörperwaschung“, erklärt Heidecke. Beides vermindert das Risiko, die Erreger weiterzugeben.

 

Ebenso wichtig ist eine frühzeitige Sensibilisierung der Patienten für die Problematik. „Wenn wir dem Patienten einfache Grundregeln des hygienebewussten Verhaltens im Krankenhaus vermitteln, die ihn, seine Mitpatienten und Angehörigen vor NI schützen, fühlt er sich ernstgenommen und sicher aufgehoben, was letztlich den Heilungsprozess unterstützt“, erläutert Heidecke. Schließlich seien Verunsicherung und Ängste bei Patienten und Angehörigen oft groß. Einfache Maßnahmen wie das Desinfizieren von WC-Sitz, Händen und Türklinken vor und nach jedem Toilettengang können die Gefahr einer Ansteckung deutlich reduzieren.   

Quelle: Pressestelle Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH)

 

 

 

Medikamente machen gesund? Schön wär`s! Tatsächlich machen sie häufig krank.  

Ob Herzrasen oder Bluthochdruck, Kopfschmerz oder Depression – hinter vielen weit verbreiteten Leiden stecken die Nebenwirkungen millionenfach verschriebener Medikamente. Doch oft werden sie nicht erkannt. Die Folge: fatale Fehldiagnosen und falsche Therapien. Noch nie haben wir so viele Schmerzmittel, Psychopharmaka, Cholesterinsenker und Betablocker geschluckt wie heute. Allein 2012 verordneten Ärzte den Deutschen mehr als 38 Milliarden Tagesrationen unterschiedlichster Medikamente. Doch viele Krankheiten, die heute diagnostiziert werden, gehen gar nicht auf körperliche oder seelische Defekte zurück, sondern sind Nebenwirkungen, die durch diese Medikamente hervorgerufen werden. Von Antibiotika, die depressiv machen können, bis hin zur Psychose, die durch Antimalariamittel ausgelöst werden kann. Cornelia Stolze, Biologin und Wissenschaftsjournalistin, zeigt anhand von Fallgeschichten, welche vielfältigen und unerwarteten Störungen selbst gängige Medikamente hervorrufen können. Sie erklärt die Ursachen für die massive Zunahme des Arzneimittelkonsums und zeigt, was jeder selbst für einen sicheren Umgang mit Medikamenten tun kann. Denn wer gut informiert ist, kann sich vor Arzneimittelschäden und deren Folgen schützen.

 

Autor: Cornelia Stolze

Titel: Krank durch Medikamente / Wenn Antiiotika depressiv, Schlafmittel dement und Blutdrucksenker impotent machen

Verlag: Piper

288 Seiten, Klappenbroschur

Preis: 17,99, ISBN: 978-3-492-05664-9 

 

 

Gesundheitswirtschaft - Contra Heilung 

In diesem Buch erklärt die Autorin warum die moderne Medizin immer noch keine Heilung bei den meisten Erkrankungen erzielt. Durch ihre jahrelange Arbeit mit der Bioresonanzmethode hat sie Erkenntnisse gewonnen,die zwischenzeitlich von der wissenschaftlichen Medizin ebenfalls bestätigt werden. Wie schon in ihrem ersten Buch „Auf den Spuren der Erkrankungen“, möchte sie dem Leser die medizinischen Vorgänge im Körper, Krankheiten und deren Therapien verständlich machen. Der Begriff „Kollektivmedizin“ bedeutet für sie, dass die moderne Medizin weltweit gleich eingesetzt wird, unabhängig von der Individualität des einzelnen Patienten, und dass von dem Erstgespräch beim Hausarzt bis zur Diagnose in fast allen Arztpraxen ein Automatismus abläuft, der sich über die gesamte Palette der medizinischen Untersuchungen erstreckt, zeitaufwendig und teuer ist, und dennoch häufig zu keinem Ergebnis führt. Und wenn doch eine bösartige oder chronische Erkrankung festgestellt wird, dann bekommt der Patient teure und nebenwirkungsreiche Chemie, aber keine Heilung, weil die Ursachen nicht gesucht werden. Diese gehen nach ihrer Meinung auf Infektionen zurück, vor allem durch Viren, die Auslöser der bösartigen und degenerativen Erkrankungen sind. Damit befindet sie sich seit neuestem in guter Gesellschaft mit der wissenschaftlichen Medizin. Diese Infektionen verlaufen meistens schleichend, werden daher nicht erkannt und demnach nicht behandelt. Stattdessen werden Medikamente eingesetzt, die lediglich die Symptome eingrenzen können, während die Erreger weiter an der Krankheit „arbeiten“. Den Begriff „Gesundheitswirtschaft“ hat die Autorin zufällig in einem Wirtschaftsmagazin gelesen, und da sie die heutige Medizin vor einigen Jahren bereits so genannt hat, war sie überrascht, dass man diese nun auch offiziell so bezeichnet. Es ist ihr ausserdem ein Anliegen, die von Krankheit betroffenen Menschen aufzuklären, damit sie über mögliche Therapien mit entscheiden können.

 

Autor: Sigrid Henrichmann

Titel: Gesundheitswirtschat - Contra Heilung

Verlag: Shaker media

126 Seiten, Broschiert

Preis: 14,90 Euro, ISBN: 978-3-95631-131-4

 

 

Überleben in Deutschlands Krankenhäusern 

 

  • Wie funktionieren Kliniken, wie ticken Ärzte?
  • Woran erkenne ich einen guten Arzt?
  • Wie werde ich auch als Kassenpatient gut behandelt?
  • Sagt mein Arzt mir die Wahrheit?
  • Wie gefährlich ist meine OP wirklich?


Ein Arzt gibt Antworten – ehrlich, kritisch, auf Augenhöhe


Kein Mensch geht gern ins Krankenhaus, aber jeder Patient wird sich besser und sicherer fühlen, wenn er weiß, wie Kliniken funktionieren und Ärzte ticken – und was er von ihnen erwarten kann. Dr. med. Paul Brandenburg erklärt die Mechanismen des Krankenhausbetriebs, gibt konkreten Rat für den Umgang mit Ärzten und hilft Patienten, sich in den Untiefen des deutschen Gesundheitssystems zurechtzufinden.

 

Autor: Dr. Med. Paul  Brandenburg

Titel: Kliniken und Nebenwirkungen

Verlag: Fischer

208 Seiten, Taschenbuch

Preis: 9,99 Euro, ISBN: 978-3-596-19759-0 

 

 

 

 

Hinter den Türen der Intensivstation – eine bitterböse medizinische Satire

Überforderte Ärzte, hektisches Pflegepersonal, anstrengende Angehörige – die Arbeit auf einer Intensivstation hat wenig mit der heimeligen Welt von Arztroman und Krankenhausserie zu tun. Katrin Grunwald ist Intensiv-Krankenschwester und kämpft zwischen Beatmungsgerät und Defibrillator mit den Ärzten ums Überleben der Patienten. Dabei gerät auch sie manchmal an ihre Grenzen – und sie weiß: Die Realität in deutschen Krankenhäusern ist oft nur mit viel schwarzem Humor zu ertragen.

"Ich bin definitiv geheilt von der Illusion, dass die Intensivpflege ein Traumberuf ist – viel zu nah komme ich täglich Krankheit, Tod und dem Bewusstsein, dass alles plötzlich vorbei sein kann. Und viel zu sehr rückt uns die Fehlplanung kühl kalkulierender Geschäftsführungen auf die Pelle, die nach monatelanger Zahlenjonglage zu dem Ergebnis kommen, dass anspruchsvolle Pflege auch mit der Hälfte des Personals locker zu schaffen sei. Und trotzdem macht es Spaß, von einem lächelnden alten Mann mit den Worten "Ach, hallo, da sind Sie ja wieder!" begrüßt zu werden. Es ist schön, wenn Patienten oder Angehörige uns ihren Dank aussprechen, weil sie sich freuen, dass ihr Leben allmählich wieder zur Ruhe kommt. Und es ist ernüchternd, wenn wir den Namen eines Menschen, der sich so über seine Verlegung von der Intensivstation gefreut hat, zwei Wochen später in den Todesanzeigen lesen müssen."  

 

Autor: Katrin Grunwald

Titel: Schwester! / Mein Leben mit der Intensivstation

Verlag: rororo

240 Seiten, Taschenbuch

Preis: 8,99 Euro, ISBN: 978-3-499-62596-1 

 

 

 

 

Was macht eine Ärztin,wenn ihr im OP schlecht wird? Bekenntnisse einer Chriurgin
Im OP geht es um Leben und Tod - und alles andere, was zum Menschsein gehört: Wie ist es, als Chirurgin für das Leben eines anderen Menschen verantwortlich zu sein? Wie fühlt es sich an, einen Körper aufzuschneiden? Wie sagt man einem jungen Mann, dass er bald sterben wird? Gabriel Weston erzählt eindrucksvolle Episoden aus ihren ersten Jahren als Ärztin. Ein berührendes Buch über Krankheit, Schönheit und die Flüchtigkeit des Lebens. 

 

Autor: Gabriel Weston

Titel: Wir Halbgötter / Bekenntnisse einer Chriurgin

Verlag: rororo

208 Seiten, Taschenbuch

Preis: 8,99 Euro, ISBN: 978-3-499-62727-9 

 

 

 

Gesund leben, gesund bleiben 

Dieses Buch schärft den Blick für das, was in Arztpraxen und Krankenhäusern passiert, und gibt praktischen Rat, wie wir uns allzu schnellen medizinischen Zugriffen entziehen können. In 25 Kapiteln geht es um das persönliche Körperbewusstsein und um ganz einfache Regeln, die jeder befolgen kann. Was macht uns anfällig für Stress und Krankheiten? Welchen Stellenwert haben Statistiken und Präventionsmaßnahmen? Wie funktioniert »gesundes Kranksein«? Führende Gesundheitsforscher und Wissenschaftsjournalisten geben Antworten auf die Frage, wie unser Gesundheitssystem aussehen muss, wenn es konsequent um Gesundbleiben und Gesundwerden gehen soll.

 

Herausgeber: Karl-Heinz Wellmann

Autoren: Regina Oehler, Eva Maria Siefert

Titel: Gesund leben, gesund bleiben / Von Selbstheilungskräften und den Chancen und Risiken einer modernen Medizin 

Verlag: Beltz

335 Seiten, Taschenbuch

Preis: 16,95 Euro, ISBN: 978-3-407-85999-0   

 

 

Die weisse Mafia 

In unserem Gesundheitssystem herrschen mafiöse Verhältnisse. Um den Profit der Ärzte und der Gesundheitsindustrie zu sichern, werden überflüssige Operationen durchgeführt und Medikamente verschrieben, die mehr schaden als nutzen. Gesunde werden zu Kranken erklärt, weil Laborwerte willkürlich festgelegten Normen nicht entsprechen oder Röntgenbilder völlig unbedenkliche Abweichungen vom Ideal zeigen. Die industrienahe »medizinische Selbstverwaltung« weigert sich, auf wissenschaftliche Erkenntnisse zu reagieren, und verhindert so den Fortschritt –vor allem, wenn die Wissenschaft gut etablierte Geschäftsmodelle bedroht. Der mehrfach preisgekrönte Wissenschaftsjournalist Frank Wittig recherchiert seit vielen Jahren im Medizinbetrieb und ist dort auf skandalöse Zustände und eine »weiße Mafia« aus Ärzteschaft und Industrie gestoßen, die sich gnadenlos an Gesunden und Kranken bereichert. Wittig deckt auf, wo es krankt im System, und gibt Hinweise, wie wir als Patienten beim Kontakt mit Medizinern das Risiko verringern, Opfer der weißen Mafia zu werden. Ein Buch, das anklagt, aufrüttelt und aufklärt. Denn Erkenntnis ist der erste Weg zur Besserung –des Systems und der eigenen Gesundheit.

 

Autor: Frank Wittig

Titel: Die weisse Mafia / Wie Ärzte und die Pharmaindustrie unsere Gesundheit aufs Spiel setzen

Verlag: riva  

221 Seiten, gebunden Ausgabe

Preis: 19,99 Euro, ISBN: 978-3-86883-271-6 

 

 

 

Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität 

Ein Pharmakonzern wurde durch den Verkauf von Heroin groß. Ein anderer steht im Verdacht, mit falschen Behauptungen über ein Arthritis-Medikament den Tod von Tausenden Patienten verursacht zu haben. Ein weiterer belog die US-amerikanische Food and Drug Administration und wurde zu einer Strafe von 2,3 Milliarden Dollar verurteilt.
Dieses Buch handelt von der dunklen Seite der Pharmaindustrie, von der Art und Weise, wie Medikamente entdeckt, produziert, vermarktet und überwacht werden. Es zeigt detailliert auf, wie Wissenschaftler Daten fälschen, um ihre Meinung zu verteidigen. Dabei stehen die Pharmakonzerne der Mafia in nichts nach, sie sind sogar schlimmer und haben mehr Menschenleben auf dem Gewissen.
Gøtzsches Buch handelt jedoch nicht nur von Problemen. Der Autor bietet Lösungen, von denen einige größere Erfolgschancen haben als andere, und er zeigt auf eindrückliche Weise die Notwendigkeit für umfassende Reformen.

 

Autor: Peter C. Götzsche

Titel: Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität / Wie die Pharmaindustrie das Gesundheitswesen korrupiert

Verlag: riva

512 Seiten, Einband, gebundene Ausgabe

Preis: 24,99 Euro, ISBN: 978-3-86883-438-3 

 

 

Ebola und andere Killerkeime  

Ebola versetzt die Menschen in Angst und Schrecken. Der massive Ausbreitung der Epidemie in verschiedenen afrikanischen Staaten im Sommer 2014 war erst der Anfang. Experten warnen, dass die Krankheit  auch sehr bald nach Europa kommen und hier ebenfalls verheerende Auswirkungen haben könnte. Doch es ist nicht nur das Ebola-Virus, das zu einem Seuchenausbruch in ungeahntem Ausmaß führen kann. Vielmehr gehen Wissenschaftler davon aus, dass uns auch zahlreiche weitere Killerkeime bedrohen, denen unsere hoch entwickelte Gesellschaft größtenteils hilflos gegenübersteht.  
Der Medizin- und Wissenschaftsjournalist Bernd Neumann erklärt in diesem akribisch recherchierten Ratgeber, welche Bedrohungen bestehen, wo die Defizite in der staatlichen Versorgung liegen und was der Einzelne selbst tun kann, um sich und seine Familie zu schützen.

 

Autor: Bernd Neumann

Titel: Ebola und andere Killerkeime

Verlag: riva

208 Seiten, Kartoniert

Preis: 14,99 Euro, ISBN: 978-3-86883-216-7