FINNLAND: MOSAIK AUS WASSER UND WALD 

 

5 Millionen Finnen, 2 Millionen Saunen, 200.000 Seen

Urbaner Lebensstil, Meer und Natur – das ist Suomi

 

„Wenn Schnaps, Teer und Sauna nicht helfen, dann ist die Krankheit tödlich“, lautet ein finnisches Sprichwort. Die Sauna ist Finnlands bekanntestes Exportgut– gefolgt von Handys und den Leningrad Cowboys.  

Finnland ist aber vor allem eins: intakte Natur; ein Paradies für Kanuten, Langläufer, Fliegenfischer und Hundeschlittenfahrer. Kaum irgendwo in Europa ist die Natur noch so wild und urwüchsig. 70 Prozent des Landes besteht aus Wald.

Und wo sonst kann man tagsüber Beeren und Pilze sammeln, Elchen begegnen und abends auf derStraße ausgelassen feiern und Tango tanzen? Und wo gehört die Sauna zum täglichen Leben? Natürlich in Suomi, wie Finnland in seiner eigenen Sprache heißt, mit seiner atemberaubende Scherenküste und den damit unverwechselbaren Holz-Ferienhäusern "MÖKKI", direkt am Meer gelegen. Finnland vereint einsame Wälder, romantische Häfen, Inseln und quirliges Nachtleben.

 

 

 

Im Hafen von Turku. Die überdimensionale Margerite gehörte mit zum kulturellen Programm im Jahr 2011, in dem Turku Kulturhauptstadt war.  

 

Wer erstmals den Südwesten Finnlands bereist, beginnt seine Rundreise idealerweise in  

Turku. Über 500 Jahre war diese Hauptstadt, die im schwedischen „Abo“ heißt, bevor Helsinki diese Rolle übernahm. Heute ist Turku Kulturhauptstadt 2011, und bekannt für seine Hochtechnologie, Forschung und Lehre. Nirgends ist der Studentenanteil höher als unter den zirka 175.000 Einwohnern Turkus. Das Nachtleben spielt sich rund um das Ufer des Aurajoki Flusses ab. Auftakt eines gelungenen Sommerabends ist ein Besuch im Restaurant Mami, am Marktplatz, mit Blick auf den Aurajoki. Fischliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Nach dem Essen lohnt ein Spaziergang am Fluss, um das maritime Flair der Stadt in vollen Zügen zu genießen. Auf den zahlreichen alten Schiffen, die zu Bars und Restaurants umgebaut wurden, gönnt man sich gerne den einen oder anderen Drink.

Einzigartige Themenkneipen wie zum Beispiel die „Old Bankund eine vielfältige Musikszene machen das Nachtleben Turkus aus. Besonders in den Sommermonaten Juni und Juli. Denn dann ist Mittsommer. Der Nordhimmel erscheint nachts in den verschiedenen Farbspektakeln: Von violetten bis tiefen Rottönen. Durchzogen von einem zarten Blau. Hier werden im wahrsten Sinne des Wortes die Nächte zu Tagen. Nie wird es richtig dunkel. Nachts bleibt die Sonne „angeknipst.“

 

 

Für Frühaufsteher und Nachtmenschen, die ab 6 Uhr morgens noch etwas Typisches erleben möchten, seien die Markthallen von Turku genannt. Direkt aus dem Meer gefischt, liegen hier die fangfrischen Fische zum Verkauf - und zum Verzehr vor Ort - bereit.

Die Sommermonate sind – gängigen Vorurteilen widersprochen – heiß und (fast) trocken. 30 Grad und mehr, sind durchaus keine Seltenheit, hier im südlichen Südwesten von Finnland, gerade einmal rund 130 Autokilometer von der Hauptstadt Helsinki entfernt.

Maritime Sehenswürdigkeiten gibt’s im Forum Marinum.  Hier liegt unter anderem die „Suomen Joutsen“(Finnischer Schwan), vor Anker. 1902 in Frankreich erbaut, wurde der dreimastige Großsegler zunächst als Frachtschiff genutzt und  1930 von Finnland gekauft, um als Trainingsschiff  für die finnische Marine zu dienen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die „Suomen Joutsen“ als Lagerschiff genutzt. Heute ist der „Finnische Schwan“ in den Sommermonaten als Museumsschiff  Besuchern zugänglich. Das finnische Flottenmuseum am Westufer des Aurajoki-Flusses wird durch das berühmte Ozeanschiff, der " Bark Sigyn“ sowie dem Minenleger „Keihässalmi“ und das Kanonenboot „Karjala“ ergänzt. Sehenswert ist auch das 1960 gebaute Passagierschiff  "Bore", das der Inhnaber Johnny Sid vor der Verschrottung rettete. Demnächst soll es auf der "Bore" Restaurants und Tanzvergnügen geben. Die Kajüten werden, wie einst, Übernachtungsgästen maritime Träume bescheren.

Von hier aus sind es nur wenige Fußminuten bis zur Burg Turku, deren Geschichte bis ins Jahr 1280 nacht Christus zurückgeht. Ein Besuch lohnt sich, um in diesem historischen Ambiente ein wenig in die Geschichte Finnlands einzutauchen, mit mit diesem Gebäude über Jahrhunderte aufs Engste verbunden ist. 

Die Stadt musste in ihrer Geschichte schwere Schicksalsschläge hinnehmen. Im Laufe der Jahrhunderte brannte Turku, erste Universitätsstadt Finnlands, über 30 Mal ab. So wundert es nicht, dass das Motto der Kulturhauptstadt  "Turku palaa" lautet, was so viel heißt wie "Turku brennt."

Eindrucksvoll wird dies im Kunstzentrum „LOGOMO“  im Rahmen des Kulturhauptstadt-Jahres 2011 gezeigt.

 

Tour durch das finnische Archipelago

 

 

Nach so viel geballter Kultur geht es bequem ab Turku mit dem Schiff in die wunderschönen Scherengärten mit ihren unendlich anmutenden Weiten. Wer Geschwindigkeit liebt, dem sei eines der „RIB-boats“ empfohlen,sogenannte Schnellboote, die mit  zum Teil über 60 Stundenkilometer die Scherengärten mit ihren rund 20.000 kleinen und größeren Inseln durchschneiden. Ein atemberaubendes Erlebnis. Adrenalin pur. Ziel ist der – übers Wasser - 35 Kilometer entfernte idyllisch gelegene Yachthafen von Nagu auf der Halbinsel Storlandet. Unmittelbar an der Uferpromenade liegt das kleine aber feine Hotel "Strandbo", das seine Gäste mit finnischer Herzlichkeit begrüßt. Hier liegen schneeweiße und dunkelblaue Motor- und Segelyachten vor Anker. Am frühen Abend herrscht reges Treiben auf und neben den Schiffen. Die kleinen Bars und Restaurants, die (fast) - nur  - auf Schiffen beherbergt sind, bieten maritime und romantische Momente. 

 

Sehenswert ist auch der kleine Friedhof mit seiner im 15.Jahrhundert erbauten Felssteinkirche, der sich unmittelbar hinter der Marina befindet. Ab dort gibt es kilometerlange wunderbare Wander- und Radwege, die perfekt ausgeschildert sind.

 

Sie gehören einfach zusammen: Die Finnen und die Sauna

 

 

Eine Tradition, die in Finnland ihre Wurzeln hat, ist das Saunieren. Die Sauna ist nach wie vor wichtiger Bestandteil der finnischen Identität. Eine Einladung zum Saunabad gilt als Freundschaftssymbol. Wo immer ein Finne verweilt, stellt sich für ihn die Frage: Wo gibt’s die nächste Sauna? Zum Beispiel auf der Halbinsel Stormälö. Hier sei dem  

verwöhnten Saunabesucher das „Airisto spa“ empfohlen. Neben verschiedenen Saunen bietet dieses Ambiente auch einen eigenen Sandstrand seinen Gästen an. Nebst einem tollen Essen. Tipp: Auf jeden Fall vorbestellen.

Wer das Glück hat von seinem Gastgeber zu einem Saunabesuch eingeladen zu werden, bedankt sich im Anschluss für diese nette Geste. Im Idealfall in finnischer Sprache: "Kiitos saunasta."  Was soviel heißt wie „Vielen Dank für das Saunavergnügen.“

Ein besonderes Sauna-Highlight bietet die Rauchsauna, die in unseren  

Die Burg von Turku

 

Gefilden weit gehend unbekannt ist. In Finnland wird die Rauchsauna als die „ursprüngliche“ Form des Saunierens bezeichnet. Vermutlich gab es bereits vor einigen Tausend Jahren Steinöfen, die Erdbehausungen mit dem heißen Rauch ausfüllten und als Heizungen dienten. Rauchsaunen spielen in der karelischen Kultur eine große Rolle. Die nordosteuropäische Region Karelien, die heute zwischen Finnland und Russland aufgeteilt ist, gilt als die Wiege der Rauchsauna. Geschätzt wird diese aufgrund ihrer angenehmen Wärme und ihrer desinfizierenden Wirkung.

Doch regt sich Unmut im Saunaparadies Finnland.

 

 

Die durchsichtige Solaris Sauna mitten in der Stadt von Turku 

 

Sind die Finnen alles andere als begeistert darüber, dass sich in der Welt ihre asketische  

Sauna oft mit erotischen Etablissements in Verbindung gebracht- und mit Fichtennadelduft verpestet wird. Obendrein seien die Temperaturen in westlich, heimischen Saunen meist zu niedrig, weiß Mikka, der als Kind einer deutschen Mutter und einem finnischen Vater, zwischen beiden Ländern reist. Wer also einmal nach echter finnischer Manier saunieren möchte, sollte dies am besten dort  tun, wo die Sauna (angeblich) erfunden wurde – in Finnland. Nein, die Sauna wurde nicht in Finnland erfunden. 

Bereits die Ureinwohner Sibiriens und die Indianer Nordamerikas erhitzten Steine in ihren Jurten und Zelten. So wurde aus diesen ein schamanistischer Ort der Kraft. Ganz sicher aber ist die Sauna in Finnland heutzutage tiefer verwurzelt als in irgendeinem anderen Land. Und die Finnen machten die Sauna weltweit bekannt.

 

 

Es riecht nach Sommer

Wer die sonnendurchfluteten Sommernächte in typisch finnischem Ambiente erleben möchte, dem sei ein Ferienhaus angeraten. Das sogenannte "Mökki." Die über 200 Feriendörfer und etwa 10.000 privaten Ferienhäuser liegen vorwiegend im Süd-und mittelfinnischen Seengebiet. Zur Grundausstattung gehören in der Regel neben gut ausgerüsteten Küchen meist auch eine Sauna und eine eigene Anlegestelle mit Boot. Die Preise variieren je nach Saison, Lage und Anspruch zwischen 200 und 1.200 Euro pro Woche.

 

 

 

Die Felssteinkirche in Nagu auf der Halbinsel Storlandet.

 

 

Mit etwas Glück trifft der Besucher auf die scheuen Elche. Aber Vorsicht sei geboten: Auch  

wenn diese Tiere noch so niedlich anzuschauen sind, so gefährlich können sie werden. Daher am besten auf Abstand bleiben. Dies gilt auch für die Rentiere. Auf Finnlands Straßen weisen Schilder in regelmäßigen Abständen auf Elch-und Rentier-Überquerungen hin. Gerade in der Morgen- und Abenddämmerung sollte darauf geachtet werden.

Zwischen den einzelnen Schereninseln verkehren bis in die Abendstunden im Minutentakt die „gelben Fähren.“ Erkennbar an deren intensiv gelben Farben. Diese sind für Jedermann kostenlos, ob zu Fuß, ob mit einem PKW ,mit dem Motorrad, dem Caravan oder Wohnwagen. „Weiße“ Fähren hingegen sind kostenpflichtig.

 

Welche Erinnerungen nimmt der Besucher aus Finnland mit?

Auf jeden Fall Natur pur, (fast) überspringende Lebensfreude. Über den Schereninseln gibt es nur noch den Himmel, der in den Sommernächten nicht dunkel wird. Selbst dem eher mediterran veranlagten Urlauber darf versichert sein, dass Finnland - auf seine Art und Weise - ähnliches zu bieten hat. Außer Massentourismus, außer Hotel-Betten-Burgen. Dafür empfängt den Reisenden ein Land, welches sich von seinen Menschen, von seiner Kultur, von seiner Natur einem (fast) Jeden öffnet. Mit allen Sinnen: kulinarisch und kulturell. Und auch mit Disco und Night-Life. Mit Herz und Sauna sowieso. Und nicht vergessen: Der Finne an sich schweigt gerne, und dies meist zweisprachig, in finnisch und schwedisch. 

Und im Sommer mit Temperaturen bis über 30 Grad. Auch nachts. Und taghell.

Wer dies einmal erlebt hat, den wird es wieder zurückziehen, ins Land der Elche, der Rentiere, der Saunen. Und in die Scherengärten, jenes Meer, welches von hingetupften Inseln durchzogen und durchbrochen wird - über tausende Kilometern – willkommen in Finnland.

 

 

                                                                              Fotos + Text: © 2011 SIMONE BROCKES

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen:  

www.fintouring.de


LINKS: 

http://www.fintouring.de/index.php?id=799

 

 

http://www.fintouring.de/index.php?id=487

 

http://www.fintouring.de/index.php?id=546

 

http://www.fintouring.de/index.php?id=762


 

Geheimtipp:

Empfehlenswerte und entzückende Bed & Breakfast-Pension, auf  Wunsch auch mit eigenem Häuschen für mehrere Personen auf dem selben Grundstück, inkl.Sauna:

Tom Carling, (Bed & Breakfast), Västergård

Gyttjavägen29, 21650 Nagu

URL: www.vastergard.fi

Mail: vastergard@nagu.net

 

Weitere Infos unter www.fintouring.de

 

 

Kennen Sie den recht "bewegenden" Tanz "Let kiss?" 

 

Der Letkiss (auch Letkis) ist ein Modetanz, der Anfang der 1960er Jahre in Finnland unter dem Namen „Letkajenkka“ entstand und auf dem Volkstanz Jenkka beruht. In Deutschland wurde er Mitte der 1970er oft in den Schulen als Schulsport in Gruppen getanzt.  

Können Sie ja mal probieren - das braucht schon Kondition...

HIER GEHT`S ZUR ANLEITUNG:

https://www.youtube.com/watch?v=4wRS2y4UB4c

 

BUCHTIPPS für Finnlandfans:  

 

On Tour mit POLYGLOTT 

Der benutzerfreundliche Finnland-Reiseführer mit seinem innovativen Tourenkonzept zeigt Ihnen die besten Reisewege und zauberhaftesten Reiseziele. Entdecken Sie auf zahlreiche exklusiv zusammengestellten Touren - das größte Tangofestival der Welt in Seinäjoki - die schönsten finnischen Landschaften bei einer Schiffsreise auf dem Päijänne-See - den klassizistischen Senatsplatz in Helsinki - Lapplands unberührte Natur - typisch finnische Glasherstellung in Iittala - und noch vieles mehr! Finnland von seiner schönsten Seite genießen Sie in Helsinkis Kaffeehäusern, bei skurrilen Sommerfestivals und in den wilden Naturparks.

 

Autoren: Reinhard Rode, Rikka Krenn

Titel: Finnland

Verlag: Polyglott

144 Seiten, Taschenbuch

Preis: 11,99 Euro, ISBN: 978-3-8464-0710-3 

 

 

 

Der berühmteste Deutsche Finnlands

Berühmt am Arsch der Welt in den 80er Jahren erlag Roman Schatz in Berlin den Verführungskünsten der Finnin Sirpa und folgte ihr in den hohen Norden. 20 Jahre später muss er Autogramme geben, wenn er durch Helsinki läuft. Jetzt erzählt er seine unglaubliche Geschichte! 195 cm groß, jung undcharmant: das Leben ohne Napoleonkomplex machte es Roman in vielen Dingen leichter - auch bei Frauen. Nur Sirpa, die heißblütige Finnin im studentischen Berlin der 1980er, ließ sich nicht erweichen: Wenn der Berg was will, muss er zum Propheten kommen, und das hieß: nach Finnland. Schwer verliebt und mit leichtem Gepäck zieht Roman in Sirpas kleine Wohnung am Rande Helsinkis, um in denf olgenden Wochen und Monaten einige Lektionen fürs Leben zu lernen: Mit der Zahl der Vokabeln, die man miteinander teilt, steigt die Zahl der möglichen Missverständnisse. Und je besser Roman Finnisch lernt, desto klarer wird ihm, dass Männer in Finnland nur zwei Chancen haben: trinken oder schweigen. Roman entscheidet sich für die dritte und macht sich nach verzweifelter Heirat, zwei wunderbaren Kindern und glücklicher Scheidung auf den Weg in das Herz einer ganzen Nation. Roman Schatz erzählt in Der König von Helsinki viele burlesk-satirischen Aus- und Abschweifungen von seinem Leben in Deutschland undseinem unaufhaltsamen Aufstieg in einem lustigen Land, das wir eigentlich nur aus den traurigen Filmen von Aki Kaurismäki kennen.

 

Autor: Roman Schatz

Titel: Der König von Helsinki

Verlag: Eichborn

256 Seiten, gebundene Ausgabe

Preis:14,95 Euro, ISBN: 978-38218-5836-4

 

 

Mein Leben im hohen Norden

  

 

Niemand kann so gut schweigen wie die Finnen. Niemand kann mehr trinken. Niemand hat schrägere Metal-Bands. Und niemand sonst erträgt so viel Kälte und Dunkelheit. Ausgerechnet nach Finnland hat es die rheinische Frohnatur Hermann verschlagen. Selbst nach vielen Jahren ist er dort noch immer nicht richtig angekommen, obwohl er inzwischen eine finnische Frau und zwei Kinder hat. Doch nun macht er Nägel mit Köpfen: In einem Sieben-Punkte-Programm will er endlich zum echten Finnen werden. Die spinnen, die Finnen ist Lesegenuss pur. Ein Muss für alle Finnland-Fans.

 

Autor: Dieter Hermann Schmitz

Titel: Die spinnen, die Finnen

Verlag: Ullstein

368 Seiten, Taschenbuch

Preis: 8,95 Euro, ISBN: 978-3-548-28219-0

 

 

5 Millionen Finnen, 2 Millionen Saunas und 200.000 Seen

  

 

"Wenn Schnaps, Teer und Sauna nicht helfen, dann ist die Krankheit tödlich", so ein finnisches Sprichwort. Die Sauna ist Finnlands bekanntestes Exportgut – gefolgt von Nokia-Handys und denLeningrad Cowboys. Finnland ist vor allem eins: intakte Natur; ein Paradies für Kanuten, Langläufer, Fliegenfischer und Hundeschlittenfahrer. Der Deutsche Roman Schatz, in Finnland ein Star, erklärt uns ein Land, das zu siebzig Prozent aus Wald besteht und dessen Bildungssystem Weltspitze ist. Ein Volk, das als wortkarg, skurril und dauermelancholisch gilt. Eine Sprache, die neben "Honigpfote" noch elf Wörter für "Bär" kennt, aber keins für "bitte". Und eine Kultur, deren erste eigene Filmproduktion "Die Schwarzbrenner" hieß. Gebrauchsanweisung für Finnland ist der ideale Reisebegleiter für Finnland.

 

Autor: Roman Schatz

Titel: Gebrauchsanweisung für Finnland

Verlag: Piper

224 Seiten, gebundene Ausgabe

Preis: 14,95 Euro, ISBN: 978-3-492-2758-1

 

 

Von einem der auszog, eine finnische Frau zu heiraten

  

 

Sie leben im hohen Norden. Sie gehen ständig in die Sauna. Haben Millionen Handys und leben mit Milliarden von Mücken. Die Finnen sind ein eigenwilliges und lustiges Völkchen. Wolfram Eilenberger liebt sie. Ganz besonders eine. Deswegen zieht er mit ihr für ein halbes Jahr nach Finnland, um Land, Leute und insbesondere ihre Familie zu erkunden. Das ist 13J ahre her. Mittlerweile hat er festgestellt: Sie sind wunderbar, aber irgendwie sind die Finnen von Sinnen.
 

Autor: Wolfram Eilenberger

Titel: Finnen von Sinnen

Verlag: Blanvalet

256 Seiten, gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag

Preis: 16,95 Euro, ISBN: 978-3-7645-0357-4

 

 

 

Zwischen Mittsommer- und Polarnacht

  

 

Die Mitternachtssonne kann man nicht sehen. Zu sehen ist nur, dass die Sonne nicht untergeht und der Tag mehrere Wochen dauert. Die Mitternachtssonne ist eine unsichtbare Kraft, die den Körper bis in die letzte Faser mit Lebendigkeit füllt, die Optimismus und Tatendrang hervorbringt. Sie erfüllt die ganze Natur und erfasst jene Menschen, die sich noch ihren Instinktfür die Gezeiten des Jahres erhalten haben. Und die Polarnacht ist nicht dunkel. Die Wochen, in denen die Sonne unter dem Horizont bleibt, ist die Zeitd es magischen Lichts und der intensivsten Farben. Finnland ist anders als man erwartet. Sein Sommer ist heiß und voller Sonnenschein bis in denn ördlichsten Zipfel des Landes. Sein Herbst ist eine Farbsymphonie, wie man sien ur in Kanada erwartet. Sein Winter ist farbenfroh, intensiv und abenteuerlich.Sein Frühling ist hell und voller Aufbruchstimmung. Seine Landschaft umfasst zehntausende Inseln, zehntausende Seen, Urwälder, Canyons und sogar Berge.Seine Menschen sind manchmal skurril, modern, traditionell, künstlerisch, phantasievoll und vor allem viel freundlicher, offener und zugänglicher, als man es von Nordeuropäern erwartet - von den schwedisch sprechenden Ländern über die echten Finnen bis zu den Samen am Nordrand Europas, einem der indigenen Völker. Zwischen diesen Buchdeckeln versucht der Fotograf Klaus-Peter Kappestden finnischen Zauber in Bildern einzufangen, der seinen Ursprung in der genuinen Beziehung von Natur, Licht, Wetter und Landschaft zu den Menschen hat.

 

Autor: Klaus-Peter Kappest

Titel: Finnland / Zwischen Mittsommer- und Polarnacht

Verlag: Timedia

128 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Preis: 24,95 Euro, ISBN: 978-3-925539-45-9

 

 

Kauderwelsch

  

 

Die Sprechführer der Kauderwelsch-Reihe orientieren sich am typischen Reisealltag und vermitteln auf anregende Weise das nötige Rüstzeug, um ohne lästige Büffelei möglichst schnell mit dem Sprechen beginne nzu können, wenn auch vielleicht nicht immer druckreif. Besonders hilfreich ist hierbei die Wort-für-Wort-Übersetzung, die es ermöglicht, mit einem Blick die Struktur und „Denkweise“ der jeweiligen Sprache zu durchschauen. Auf finnischem Boden gelandet, wird man schon bald feststellen, dass man sich auch hier mit Deutsch und Englisch durchschlagen kann - zumindest in den größeren Zentren. Hat man jedoch vor, etwas entlegenere Plätze zu besuchen, dann tut man gut daran, sich einige Grundkenntnisse der finnischen Sprache anzueignen. Finnisch ist keine einfache Sprache. Durch diverse Endungen und komplizierte Wechsel der Fälle kann ein Wort schnell jegliche Ähnlichkeit mit seiner Grundform verlieren. Wenn man dann nicht weiß, wieso und warum, nützt einem auch ein Wörterbuch herzlich wenig. Dem soll der Sprechführer Finnisch Wort für Wort abhelfen. Aber keine Bange, es geht hier nicht um trockene Grammatikübungen, sondern vielmehr um den Spaß an der Sache, und somit liegt der Schwerpunkt des Buches auf ausführlichen Konversationsteilen und interessanten Hintergrundinformationen über Land und Leute. Schließlich geht es vor allem darum, zu verstehen undv erstanden zu werden, und nicht um hundertprozentige grammatikalische Korrekthkeit. Da nicht viele Ausländer versuchen, Finnisch zu sprechen, freut sich jeder Finne schon über die kleinste Bemühung und wird eventuelle Fehler gerne verzeihen - der Kommunikation steht also nichts mehr im Wege.

 

Autor: Hillevi  Low

Titel: Finnisch Wort für Wort

Verlag: ReiseKnow-How Verlag Rump

176 Seiten, Taschenbuch

Preis: 7,90 Euro, ISBN: 978-3-894-16014-2

 

 

City Trip

 

Auch wenn man Helsinki an einem Wochenende nicht komplett und allumfassend kennenlernen kann, so sind zwei bis drei Tage doch ausreichend, um sich einen allgemeinen Überblick über die quirlige Stadt Helsinkiz u verschaffen. Mit über 50 Farbfotos und einer kleinen Sprachhilfe sowie einem ausführlichen Register, ist der vorliegende Helsinki Stadtführer ein idealer Begleiter. Alle reisepraktischen Infos zu Anreise, Preisen, Stadtverkehr,Touren, Shopping, Events, Hilfe im Notfall und vieles mehr.

 

Autor: Lars Dörenmeier

Titel: City Trip Helsinki

Verlag: ReiseKnow-How Verlag Rump

143 Seiten, broschiert

Preis: 9,80 Euro, ISBN: 978-3-8317-2069-0

 

 

Annäherung an die Finnen und an Finnland

 

 

Der Finnlandfreund und und -kenner Eberhard Apffelstaedt, selbst mit einer Finnin verheiratet, liefert in seinem Buch Finnen? Finnen! auf humorvolle und augenzwinkernde Art eine treffliche Annäherung an den Charakter und das Seelenleben der Finnen, an ihre Lebensart und ihr Lebensgefühl. Witzige Anekdoten und spielerischer Umgang mit Klischees machen die Lektüre zu einem Vergnügen. Ganz nebenbei erfährt der Leser eine Menge an Fakten über Land und Leute, über Sprache und Kultur.

 

Autor: Eberhard Apffelstaedt

Titel: Finnen?Finnen!

Verlag: HeinerLabonde

209 Seiten, Taschenbuch

Preis: 14,80 Euro, ISBN: 978-3-937507-20-0

 

 

 Noch mehr Finnen

 

 

Nach dem Erfolg von "Finnen? Finnen!" bietetd er Autor neue Anekdoten rund um seinen geschätzten Freund Matti, allerlei Kurioses und Sonderliches wird auf's Korn genommen. Wieder gelingt aufh umorvolle und augenzwinkernde Art eine treffliche Annäherung an den Charakter und das Seelenleben der Finnen, an ihre Lebensart und ihr Lebensgefühl. Auch der spielerische Umgang mit Klischees macht das Buch Mehr Finnen? Mehr Finnen!  zu einem Lesevergnügen.

 

 

 

 

Autor: Eberhard Apffelstaedt

Titel? Mehr Finnen? Mehr Finnen!

Verlag: Heiner Labonde

212 Seiten, Taschenbuch

Preis: 14,80 Euro, ISBN: 978-3-93757-29-3

 

 

Finnische Kurzgeschichten

 

Schauplatz der Handlungen des 1918 erschienenen Bandes Verdorrte Apfelbäume mit Kurzgeschichten sind das ostfinnische Savonlinna und seine Umgebung. Vorgeführt wird eine bunte Schar von Protagonisten um den Buchhändler Aapeli Muttinen herum: Kleinstadt-Honoratioren und Kätner, Verliebte und Verzweifelte, Idealisten, Pseudo-Künstler und Möchtegern-Casanovas. Ironisch, humorvoll, dann wieder lakonisch oder empathisch im Stil beleuchtet. Autor Joel Lehtonen(1881-1934) zeigt seine Figuren. Idyllische und sommerlich-sonnige Naturbbeschreibungen stehen neben augenzwinkernd ironischen Charakterstudien, stehen neben Texten,die unmittelbarer Ausdruck des Abscheus und Entsetzens sind über den Bürgerkrieg 1918.

 

Autor: Joel Lethonen

Titel: Verdorrte Apfelbäume

Verlag: Heiner Labonde

96 Seiten, broschiert

Preis: 9,80 Euro, ISBN: 978-3-937507-19-4

 

 

 

Helsinki - Perle der Architektur

Die Hauptstadt Finnlands fasziniert durch eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, die von der Stadtmitte aus zu Fuß bequem zu erreichen sind. Die Fortbewegung ist so einfach, dass Sie sogar am Wochenende erstaunlich viel unternehmen können.

 

Mit der Fähre von Lübeck-Travemünde über die Ostsee bis nach Helsinki in 27 Stunden, ist eine herrliche Erlebnisschiffsreise. Klare Luft und mildeSonne, farbenfrohes Helsinki, endlose Natur im bunten Kleid – so wird die Spätsommerzeit zur idealen Reisezeit.

Eine in goldenes Licht getauchte Stadt auf felsiger Landzunge, von hunderten Inseln umringt, gekrönt von den grünen Kuppeln eines Doms, überwölbt von blauem Himmel – dieses malerische Bild bietet sich dem Besucher, wenn er sich Helsinki an einem klaren Spätsommertag nähert.

Helsinki wird mit seinen Sehenswürdigkeiten, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Clubs wie auch seine Kultur die Erwartungen eines jeden Besuchers erfüllen. Wenn der Frühling in den Sommer -und warme Tage in helle Nächte übergehen, haben Sie den bestmöglichen ZeitpunktI hres Besuchs getroffen.

An den langen Sommertagen lohnt es sich gleich in der Frühe loszuziehen und in einer der schönen Parkanlagen oder am Meeresuferentlang spazieren zu gehen. Lassen Sie die gemütliche skandinavische Atmosphäre bei einer Tasse Kaffee auf sich wirken, bevor es auf Entdeckungstour in die Altstadt geht, die durch ihre Bauten einmalig ist.

 

 

 

 Der Senatsplatz in Helsinki. 

 

Kennzeichnend für die Architektur der finnischen Hauptstadt ist eine auf das Wesentliche reduzierte Bauweise. Das Zentrum Helsinkis, speziell der Senatsplatz samt Umgebung, bildet ein einzigartiges neoklassizistisches Ganzes. Die byzantinisch-russische Architekturtradition repräsentiert die Uspenski-Kathedrale, die größte orthodoxe Kirche Westeuropas. Für zahlreiche Bauten im Stadtkern dienten Baustile früherer Epochen als Vorbilder, darunter das Ständehaus von Gustav Nyström von 1890. Theodor Höjer, der große Architekt der Neorenaissance Helsinkis, entwarf unter anderem Häuser an der Straße Pohjoisesplanadi sowie das Haus des Staatlichen Kunstmuseums Ateneum, 1883. Prominiente Beispiele für die Nationalromantik, die finnische Variante des Jugendstils, sind der von Lars Sonck entworfene „Jugendsaal“ von 1899 sowie das von dem berühmten Architektentrio Gesellius, Lindgren und Saarinen gestaltete Nationalmuseum 1910. Ein herausragender Vertreter des späten Jugendstils ist Eliel Saarinens Hauptbahnhof von 1914. Ein Beispiel für den nordischen Klassizismus der 1920er Jahre ist das Parlamentsgebäude, erbaut 1931. Zu den Vertretern des Funktionalismus gehören unter anderem das Olympiastadion und der Glaspalast von 1935. Den Modernismus in Vollendungr epräsentieren die Werke des weltbekannten Baumeisters Alvar Aalto, darunter die Akademische Buchhandlung von 1969 und die Finlandia-Halle, 1971 – 1975. Die in den Fels gebaute Temppeliaukio-Kirche, erbaut 1969 von den Brüdern Timo und Tuomo Suomalainen, ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Ein Vertreter neuer Architektur ist das Museum fürzeitgenössiches Kunst Kiasma, 1998 entworfen von dem amerikanischen Architekten Steven Holl. Beispiele für alte Holzhausarchitektur finden sich in Käpylä, Vallila, Kallio und Etu-Töölö. Das Holzhausviertel Käpylä repräsentiert den Klassizismus der 1920er Jahre.

Neben der Architektur darf auch das finnische Design nicht fehlen. Im „Design-District“ findet man zahlreiche Einrichtungsfachgeschäfte, Antiquitäten, Mode- und Schmuckboutiquen, Galerien und Museen. Das Gebiet ist eine begehrte Adresse für Designer, Architekten- und Werbefirmen.

Genießen auf finnische Art

 

 

Nach soviel geballter Stadtbesichtigung wird es Zeit Gaumen und Magen zu verwöhnen. Unter den über 900 Lokalen der Stadt finden sich niveauvolle Feinschmeckerrestaurants ebenso wie kleine Bistros und gemütliche Kneipen. Die finnische Küche basiert auf frischen Lebensmitteln der Saison. Beliebt sind Gemüse, Pilze, Beeren und Fisch. Kennzeichnend sind Einfachheit und geschmackliche Einheit. In der Küche Helsinkis sind Einflüsse aus Ost wie auch aus West zu schmecken.

Appetit kann man sich aber auch in der Markhalle holen, die direkt am Hafen von Helsinki liegt. Finnlands älteste Markthalle wurde 1889 eröffnet und hat sich seitdem zum Treffpunkt für Freunde guter und edler Lebensmittel entwickelt. Hier kann man herrlich bummeln und die Auslagen der vielen Stände betrachten. Köstlichkeiten der leckersten Art sind erhältlich; lohnt sich auch mal schnell für einen Imbiss zwischendurch.

Wenn sich der Abend über die finnische Hauptstadt legt, legen die Finnen ihre Zurückhaltung ab und stürzen sich ins Nachtleben. Die Bars und Clubs in Helsinki sind Orte voller Leben und bieten für jeden etwas. Medien- und Kulturschaffende zieht es in die trendigen Bars der Stadtteile Kamppi und Punavuori. Große und freundliche Bars für jedermann finden sich um den Hauptbahnhof herum. Töölo ist bei etwas älteren Kulturfreunden beliebt, jüngere Nachtschwärmer treffen sich im ehemaligen Arbeiterviertel Kallio. Kneipen und Clubs mit Live-Musik gibt`s hier reichlich.

Tagesausflüge ins Umland

Von Helsinki aus bestehen gute Möglichkeiten zu Tagesausflügen ins Umland und ins nähere Ausland. Porvoo ist ganz nahe. Das kleine, idyllische Porvoo, die zweitälteste Stadt Finnlands, nur 50 Kilometer östlich von Helsinki, ist mit seiner Holzhaus-Altstadt ein reizendes Ausflugsziel: Ufermagazine, Kopfsteinpflaster, Boutiquen, Restaurants, Cafés, Museen, Galerien…. Porvoo ist auf der E 18 nur eine Autostunde von Helsinki entfernt. Stündlich fahren aber auch verschiedene Buslinien die kleine Stadt an.  

Die finnische Metrpople mit seinen rund 547.000 Einwohnern, ist eine Stadt mit einem ganz eigenen bezaubernden Flair. Eine Stadt, die weltstädtisches und familiäres zugleich ausstrahlt. Eine Stadt, in die man immer wieder gerne zurückkehrt. 

Text und Fotos: ©               Simone Brockes

                                         www.presseagentur-brockes.de 

 

Weitere Infos unter:

http://www.fintouring.de/index.php?id=145

www.visitfinland.com

www.visithelsinki.fi

Fremdenverkehrs- und Kongressamt, Pohjoisesplanadi 19, Postfach 28, FL-00099 Stadt Helsinki, Telefon: 00358 / (0)93101 330000358 / (0)93101 3300, Fax:00358 (0)93101 3301, www.tourist.info@hel.fi

 

 

 

Hier könnte Ihre Anzeige stehen.

 

Für nur 29,90 Euro im Monat.