Wo die Götter Urlaub machen 

Santorini:Perle unter den griechischen Mittelmeer-Inseln

 

Die Insel Santorini, dessen maximale Nord-Süd-Ausdehnung 17 Kilometer beträgt und die nirgendwo breiter als sechs Kilometer ist, hat gerade mal eine Größe von 89 Ouadratkilometern. Doch so klein das Eiland auch sein mag, so exklusiv und einzigartig ist sein Angebot.

Santorini, am südlichsten Rand der Inselgruppe der Kykladen zwischen Kreta und Athengelegen, ist zweifellos die Perle unter den griechischen Inseln. Santorini wurde im Altertum schon Kallisti genannt, die „allerschönste“. Landschaftlich einzigartig und beherrscht von ihren scharfen Kontrasten – im Westen mit spektakulären Steilküsten, im Osten mit weich abfallenden Hängen, die zum Meer hin in schwarzen Stränden münden – verdankt Santorini sein heutiges Gesicht einem gigantischen Vulkanausbruch vor zirka 4000 Jahren. Darauf gründet sich auch die Spekulation, dass Santorini vielleicht der Nachfolger des sagenumwobenen und untergegangen Atlantis sein könnte.

Santorini wird von den Griechen auch als Thira bezeichnet. Die überwältigende Kraterkulisse der Insel ist immer wieder ein beliebtes Fotomotiv mit seiner dunklen Vulkanerde, den weißen Häusern, den hellblauen Dächern und dem tiefblauen Meer.

Bei Einfahrt in den Hafen Skala beeindruckt der Blick auf die steile Kraterwand, auf deren Kamm sich die schneeweißen Häuschen aneinander reihen. Den Hauptort Firá erreicht man zu Fuß über 586 Treppenstufen, mit dem Esel oder per Seilbahn. Die malerische Stadt ist ein Gewirr aus winkligen Gässchen und übermauerten Treppengängen.

Ob Strandhotel oderHöhlenwohnung mit Kraterblick: Die schönsten Adressen liegen dort, wo fast allehin möchten und wo man als Hotelier entsprechend auch die höchsten Preiseverlangen kann. Kein Wunder also, dass vor allem in Oía, früher ein bedeutender Seefahrerstützpunkt und Firá mit seinen 1800 Einwohnern wegen des einmaligen Panoramablicks über den Kraterrand die Zimmerpreise teilweise astronomisch sind, zumindest, wenn man nicht als Pauschaltourist anreist. Und auch in denBadeorten Kamári und Períssa, wo sich vor allem die Strandfans einfinden, bestimmt die Nachfrage die Preise. Santorini ist als keineswegs in erster Linie eine Low-Budget-Insel.

Als Badziel lohnt in der Nähe von Oía nur Baxéds, wo man vor allem in der Nebensaison seine Ruhe hat .Die Strände bei den Häfen von Oía Arméni und Ammoúdi sind zwar sehr steinig, dennoch wunderbare und romantische Plätze, die zum träumen einladen.

Kamári, der Ort im äußersten Südosten, ist der Badeort schlechthin von Santorini. In der Stadt geht es fröhlich und bunt  zu. Tavernen reihen sich wie eine Perlenkette an die Strandpromenade, Souvenirshop an Souvenirshop, Bars und Hotels buhlen um die Gunst der Touristen. Der Ort liegt rund zwei Kilometer Luftlinie vom Flughafen entfernt. Doch das – so scheint es – stört die Gäste nicht.

Es wäre schade auf Santorini nur einen reinen Badeurlaub zu verbringen. Das Kykladenarchipel will entdeckt werden, und zwar sowohl zu Wasser als auch zu Land. Es lohnt sich –wenigstens für einige Tage – einen Wagen zu mieten. Wer es lieber sportlich mag, dem sei eine Moutainbiketour empfohlen.  

Die Strände der Insel

Perissa ist ein Badeort, der 15 Kilometer südöstlich von Firá liegt. Es ist ein rein touristisches Dorf, das nur im Sommer bewohnt wird, mit einem beeindruckenden langen schwarzen Sandstrand. Man erkennt ihn an einem großen, im Wasser befindlichen Stein, der Mesa Vouno genannt wird. Der Ort bietet eine große Auswahl an Hotels, Zimmern, Tavernen und Restaurants, Cafes, Strandbars sowie Nachtclubs.
Von Perissa führt ein kleiner Weg den Berg hinauf zu den Ruinen der antikenThira. Man kann zu Fuß oder mit einem Esel dorthin gelangen. Im Dorf  Perissa sollte der Besucher die hübsche Kapelle Agia Ireni aus dem 16. Jahrhundert besuchen.

Der „Rote Strand“ ist einer der bekanntesten und schönsten Strände auf Santorini. Er befindet sich in der Nähe des Dorfes und antiken Ortes Akrotiri. Der Strand besteht aus schwarzen und roten Vulkansteinen.
Die minoische Eruption
Santorini zeigt das Paradebeispiel einer typischen Calderastruktur. Calderen, zu deutsch Kessel, entstehen, wenn Vulkane in sich einstürzen, nachdem sie ihre Magmakammern durch besonders große Ausbrüche entleert haben. Die berühmte Caldera von Santorini bildete sich in ihrer heutigen Gestalt allerdings durch mehrere große Ausbrüche während der letzten 200.000 Jahre. Ihre heutige Gestalt verdankt sie allerdings der Minoischen Eruption, die sich wahrscheinlich um das Jahr 1645 vor Christus ereignete.

Die Gesamtmenge an Magma, die bei dem Ausbruch gefördert wurde, betrug etwa 30 Milliarden Kubikmeter, das heißt 30 Kubikkilometer. Gefördert wurde vor allem sehr gasreiches Magma, das beim Austritt so stark aufschäumte, das fast die gesamte Menge davon als Bims und Asche mit dem dreifachen Volumen ausgeworfen wurde.
Ein großer Teil der feinen Asche wurde dabei in einer gigantischen Eruptionswolke in bis zu geschätzt 36 Kilometern in die Stratosphäre befördert. Wahrscheinlich hat der Ausbruch durch die Verschmutzung der Stratosphäre durch feinste Aschepartikel und Gase zu globalen Klimaschwankungen geführt.
Asche und Bimsstein vom minoischen Ausbruch findet sich noch heute im gesamten östlichen Mittelmeerraum. Sogar im Inlandeis von Grönland ist  Asche von Santorini nachzuweisen. Auf der Insel selbst bedeckt der weiße Bimsstein große Teile der Inselgruppe immer noch mit einer stellenweise bis zu bis zu 50 Meter mächtige Schicht.

Ein absolutes „must“ ist ein Besuch des Vulkans und ein Bad in den heißen Quellen. Auf der ganzen Insel werden sogenannte Caldera-Rundfahrten angeboten.

Von der Sonne verwöhnt

Die beliebte Insel weist die meisten Sonnenstunden in Griechenland auf. Während der Sommermonate Juni bis September sind kaum mehr als ein Regentag je Monat zu verzeichnen. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen reichen im August bis zu 29 Grad Celsius, die Wassertemperaturen erreichen den Höchststand von 25 Grad . Die Hauptregenzeit fällt in die Zeit von Dezember bis Februar mit bis zu durchschnittlich neun Regentagen pro Monat.

Die griechische Insel Santorini ist auf jeden Fall eine Reise wert und hat viel zu bieten:spektakuläre Steilküsten mit Meerblick, traumhaft schöne Strände, romantische Sonnenuntergänge, verwinkelte Treppendörfer, urige Tavernen, atemberaubende Landschaften und herzliche Menschen. Auf diesem Eiland findet jeder sein ganz persönliches Urlaubsglück.

 

                                                                                        

Genießen auf Santorin

Rund 13.600 Menschen haben das Glück, dauerhaft auf der schroffen Vulkaninsel zu leben. Sie verteilen sich über 13 Orte auf dem südlichsten Eiland der griechischen Kykladengruppe, das schon im neunten Jahrhundert vor Christus besiedelt wurde. Zur Perfektion haben sie die Tradition des Weinproduzierens gebracht. So kann man unter verschiedenen Weingütern wählen, um sich einen Eindruck von der Winzerkunst zu verschaffen.  

An den Weinterrassen entlang - vorbei an Hibiskus und Oleander, Zypressen, Wacholderbüschen, Johannisbrotbäumen, Agaven und Kakteen, an Gärten, Feldern oder einfach Straßenrändern mit Majoran, Oregano, Rosmarin, Lavendel, Salbei und Thymian, führen die Wege zu den 14 Dörfern auf Santorini.

Das „Wine Museum of Santorini“ findet man am Beginn der Straße nach Kamári bei Archontikó Argyroú. Wer sich mit Wein beschäftigt oder edle Tropfen einfach nur gerne genießt, wird Gefallen an diesem Ort finden. Diverse Gerätschaften von damals und heute sind hier ebenso ausgestellt wie recht detaillierte Beschreibungen von verschiedenen Herstellungsprozessen wie etwa dem Destillieren. Außerdem erfährt man natürlich einiges zur Geschichte der Weinproduktion auf Santorini.  

In kulinarischer Hinsicht ist Santorin ebenfalls einspannendes Reiseziel, mit einer Küche, in der sich die geologischen und geografischen Besonderheiten der Insel widerspiegeln. Auf dem kargen Vulkangestein wachsen in der Tat nur wenige Produkte, aber diese sind qualitäts-und geschmacksmäßig einfach unvergleichlich wie zum Beispiel die „favá“, eine Art Eintopf oder Mus aus Kichererbsen. Beliebt sind auch die so genannten Pseudo Fleischbällchen, die aus Tomaten und Zwiebeln geformt werden. Zu den gesunden fleischlosen Favoriten gehören außerdem verschiedene Gerichte mit Zucchini und Auberginen. Ein Klassiker ist der typische Bauernsalat. Freunde von Vorspeisen kommen auf Santorini ebenfalls voll auf ihre Kosten. Wer die authentische Küche Santorini`s kosten möchte, sollte die kleinen Tavernenaufsuchen, fern ab von den Touristenmeilen.

Die„Neue Verbrannte“

Eine geführte Schifffahrt geht vorbei an interessanten Basalt- und Bimssteinformationen und bringt einen auf die kleine unbewohnte Vulkaninsel „Nea Kameni“ (die „Neue Verbrannte“). Die Insel Nea Kameni entstand durch einen Vulkanausbruch im letzten Jahrhundert. Ausgestattet mit gutem Schuhwerk, lohnt sich hier eine Wanderung entlang den Kratern bis zu den heißen Schwefel-Quellen. In den Quellen lässt  es sich wunderbar baden. Danach geht es mit dem Schiff weiter zur bewohnten Insel Therasia. In einer ihrer Tavernen am Hafen gibt es dann tolles griechisches Essen.

Auf jeden Fall sollte man während des Urlaubs einen Abstecher nach Oia machen, an der äußersten Nordspitze von Santorini. Hier wurden früher Barken und Segelschiffe gebaut. Heute lebt der Ort überwiegend vom Tourismus. Ebenso wieThira kleben die Häuser von Oia hoch oben an der Kraterwand. In dem nach einem Erdbeben neu errichteten Ort versammeln sich am Abend regelmäßig Touristen. Wenigstens einmal während ihres Urlaubs wollen sie das Schauspiel des Sonnenuntergangs über der Caldera erleben.

 

                                                                                                      © Simone Brockes

                                                                                                

 

 

CD / AUDIO-TIPP:  

So alt und doch modern.... 

  

  

Odysseus war der beliebteste Sagenheld der alten Griechen. Sie bewunderten seine List und Stärke, und sie verstanden seine Sehnsucht, endlich wieder in seine Heimat zu gelangen. Das Hörbuch erzählt Odysseus Abenteuer aus der Sicht seines Sohnes und bringt großen und kleinen Hörern so auch die ferne Kultur des Altertums überraschend nahe!Telemach, Odysseus Sohn, inzwischen auch schon ein Mann in reifen Jahren, erinnert sich an früher: Daran, wie sein Vater sich versteckt hatte, als die Männer kamen, die ihn unbedingt beim Kriegszug gegen Troja dabei haben wollten, und wie er dann doch mitziehen musste; an die Nachrichten von den Heldentaten seines Vaters, die das heimische Ithaka erreichten. Noch besser erinnert er sich an seine Gefühle, als er seinen Vater, den er ja so gut wie gar nicht kannte, unverhofft auf Ithaka wiedersah... Wie ein spannender moderner Abenteuerroman hört sich diese Biographie des beliebtesten Sagenhelden der alten Griechen an, des sprichwörtlich klugen Odysseus. Christine Paxmann hat auf neue Weise geschickt  zusammengefasst, was wir schon bei den antiken Schriftstellern über Odysseus lesen können. Und ganz nebenbei erfahren wir auch vieles über die Kultur, die Religion und die Sitten des ältesten Griechenlands.  

In dieser Doppel CD erfahren wir: Wer war Odysseus?

 

Autor: Christine Paxmann

Sprecher: Thomas Krause

Regie: Olaf Hemker

2 CD, Gesamtlaufzeit: 130:20 Minuten

Preis: 19,90 Euro, ISBN: 978-3-654-60254-7 

 

 

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