Ein Besuch in Maastricht ist immer lohnenswert.                        Foto: Simone Brockes 

 

Stadt mit französischem Flair: Maastricht 

 

Fast so viele Sterne-Restaurants wie Köln. Annähernd so zahlreiche Besucher wie Amsterdam. Und die mehrfache Auszeichnung als attraktivste Einkaufsstadt der Niederlande. Das sind für eine Stadt mit 120.000 Einwohnern schon fast überirdische Errungenschaften. Doch die Mini-Metropole an der Maas besitzt auch Qualitäten, denen nur das Attribut  „unterirdisch“ gerecht wird. Und selbst auf diese ist Maastricht mit Recht stolz.

 

Nahe der Innenstadt nämlich – gut erreichbar mit den Booten der Rederei Stiphout – befindet sich der St. Pietersberg. Dieser Hügel wurde seit dem 16. Jahrhundert ausgehöhlt, weil er aus kostbarem Mergelgestein besteht, das unter anderem für den Bau des Kölner Doms eingesetzt wurde. Zurückgeblieben ist ein Grottensystem, das aus rund 20.000 Gängen mit einer Gesamtlänge von 180 Kilometern besteht.

 

Unterirdische Geheimnisse

Die seit 1974 unter Schutz stehenden Grotten haben über die Jahrhunderte hinweg einen reichhaltigen Fundus an Geschichten und Anekdoten aufgebaut, die sie in Form von Wandmalereien vielerorts preisgeben. Imschummrigen Licht von Gaslaternen und Taschenlampen erzählt ein Team aus 40  Führern weitere Geschichten: Zum Beispiel, dass Napoleon die Grotten mit seiner Anwesenheit beehrt hat. Dass während des Zweiten Weltkriegs Kunstschätze wie Rembrandts Nachtwache hierauf bewahrt wurden. Und dass nicht weniger als 15  Fledermausarten die beständig neun bis zehn Grad warmen Grotten als Winterbehausung schätzen.  

 

Stilvolle Boutiquen und edle Designhotels

Wer exquisites shoppen liebt, ist in Maastricht goldrichtig. Die lange Flaniermeile bietet eine große Auswahl an chicen Geschäften. Urige Cafés und Restaurants laden zum gemütlichen Verweilen ein. Wer in Maastricht übernachten möchte, kommt ebenfalls auf seine Kosten. 

Das Townhouse Hotel etwa wurde in 2009  für das beste neue Konzept ausgezeichnet. Die Lobby befindet sich in einem küchenähnlichen Ambiente – weil dies der Ort ist, den Menschen nach ihrer Rückkehr ins eigene Haus zumeist alserstes aufsuchen. Diese Wohlfühlzone geht in eine Art  Riesenwohnzimmer über .Versteht sich, dass die Zimmer (von „S“ bis „XL“) ebenso behaglich wie originell  

 

 

Das Bonnfantenmuseum ist ein architketonisches Highlight. 

 

eingerichtet sind. Etwas klassischer gibt sich das Eden Design Hotel: Exklusive Möbel unter anderem von Philipp Stark und Minotti, Laminat und großformatige Kunst-Fotographien über den Betten geben dem Interieur eine charakteristische Note. Die Lage mitten im Trend-Viertel Wyck ist unübertroffen.  

Unbeidngt besuchen sollte man das Kruisherenhotel. Es liegt im einstigen Kruisherenkloster aus dem 15. Jahrhundert. Zusammen mit der monumentalen gotischen Kirche wurde der Komplex zu einem Designhotel mit Restaurant umgebaut (Lichtinstallationenvon Ingo Maurer, Möbel von Rietveld, Corbusier u.v.a.). So ist ein einzigartig schöner Ort entstanden, an dem Geschichte und Moderne miteinander verwoben- und architektonische Kontraste zwischen der Vergangenheit und heute transparent werden.

Kultur pur gibt`s im Bonnefantenmuseum.  

Das Museum ist berühmt für seine alte und moderne Kunst, untergebracht im imposanten Bauwerk des italienischen Architekten Aldo Rossi. 2009 feierte das Museum sein 125-jähriges Bestehen mit zahlreichen Jubiläumsausstellungen.  

 

Weitere Infos unter: 

www.niederlande.de/stadt

www.vvv-maastricht.eu

www.magischesmaastricht.nl

www.maastrichtunderground.nl

www.museumaanhetvrijthof.nl

www.chateauhotels.ne

















Die Niederlande sind für ihre Tulpenpracht berühmt.   Foto: Simone Brockes

 

Texte und Fotos: Simone Brockes

www.presseagentur-brockes.de

 

BUCHTIPPS: 

 

 

Polyglott on tour 

  

Der benutzerfreundliche Polyglott-Reiseführer "Amsterdam" bringt Sie zu den schönsten Reisezielen der niederländischen Hauptstadt. Entdecken Sie mit Polyglott on tour das Zentrum, die Grachten, das Plantageviertel und den Hafen. Der Reiseführer enthält zusätzlich 15 Touren, z. B. im Grachtengürtel. Das Zentrum: Alte Architektur und junges Design, schrille Schaufenster und ruhige Höfe, imposante Kirchen jeglicher Konfession und kulturelle Schätze vom Feinsten entdeckt man im Stadtzentrum. Im Grachtengürtel: Frühe Stadtplanung der Sonderklasse: die ganz eigene und eigentümliche Welt aus Wasserstraßen, Patrizierhäusern, Brücken und Booten. Der Nordwesten: labyrinthische Gassen der ehemaligen Arbeiterviertel, mit beschaulichen Höfen und witzigsten Geschäften, Industriedenkmälern und geglückten Architekturexperimenten. Das Museumsviertel: großartige Museen voller Meisterwerke mit der Entspannung beim Flanieren durch die schönsten Grünflächen kombinieren.  

 

Autor: Christine Rettenmeier

Titel: Amsterdam / Polyglott on tour

Verlag: Polyglott, Vertrieb durch TRAVEL HOUSE MEDIA  

144 Seiten mit flipmap

Preis: 9,95 Euro, ISBN: 978-3-8464-0822-3 

 

 

Als Deutsche unter Holländern 

  

Sie sind vernarrt in Frittiertes, züchten die schönsten Tulpen (und wässrigsten Tomaten) der Welt - und lieben nichts mehr als Urlaub im Wohnwagen. Annette Birschel lebt seit über zehn Jahren im Land der Kaufleute und Pfarrer. In ihrem Buch gibt sie Antworten auf Fragen, die uns Deutsche seit jeher beschäftigen: Warum hassen Holländer Gardinen? Schmecken Bitterballen wirklich bitter? Und wieso muss im Oranje-Land immerzu alles lekker, leuk und makkelijk* sein? Eine überfällige Bestandsaufnahme unseres sympathischen Nachbarn im Westen - mit Humor und feinsinnigem Spott erzählt. 

"Mordsgouda" zeigt eine ganz neue Seite unserer sympathischen Nachbarn. 

* übersetzt etwa: toll, lustig und unkompliziert.

 

Autor: Annette Birschel

Titel: Mordsgouda / Als Deutsche unter Holländern

Verlag: Ullstein

284 Seiten, Taschenbuch

Preis: 8,99 Euro, ISBN: 978-3-548-28201-5

 

 

 

 

Kleines Land mit großer Wirkung 

  

Nach ihrem Romanistikstudium träumt Kerstin Schweighöfer von Champagner und einem romantischen Tête-à-Tête mit einem Jean-Irgendwas. Doch wie immer hat das Leben einen anderen Plan, und Kerstin trifft Jan-Kees, bei dem einfach alles stimmt – außer der Nationalität. Jan-Kees kommt aus Holland. Kiffer, Kühe, Tulpen und Tomaten. Soll das ihr großes Los gewesen sein? Oder können Holländer doch mehr, als deutsche Autobahnen verstopfen? Ein Buch für alle, die bereit sind, unser oft belächeltes Nachbarland neu zu entdecken – und für eine Dose Heineken den Champagner schon mal stehen lassen.  

"Auf Heineken könn wir uns eineken" ist eine tolle Landeskunde im unterhaltsamen Stil.

 

Autor: Kerstin Schweighöfer

Titel: Auf Heineken könn wir uns eineken / Mein fabelhaftes Leben zwsichen Kiffern und Kalvinisten

Verlag: Piper

352 Seiten, Kartoniert

Preis: 9,99 Euro, ISBN: 978-3-492-27292-6